Christliche Symbole und ihre Bedeutung
Christliche Symbole begleiten uns auf Kerzen, Kreuzen, Karten und Schmuck. Sie sind älter als die meisten Kirchen und erzählen in einem einzigen Bild vom Glauben. Hier erklären wir die wichtigsten Zeichen – nach ihrer Aussage geordnet – und zeigen, zu welchen Anlässen sie besonders gut passen.
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Zeichen für Christus
Kreuz
Das Kreuz ist das bekannteste Zeichen des Christentums. Es erinnert an den Tod Jesu – und zugleich an seine Auferstehung. Damit steht es für die Überzeugung, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben. Ein schlichtes Kreuz ohne Figur betont eher die Auferstehung und die Hoffnung.
Kruzifix
Ein Kruzifix ist ein Kreuz mit dem Körper Jesu (Korpus). Es lenkt den Blick auf das Leiden Christi und darauf, dass Gott menschliches Leid kennt. In katholischen Kirchen und Haushalten ist es besonders verbreitet. Wie ein Christuskörper bei uns entsteht, zeigen wir in unserem Beitrag Wie werden Christuskörper hergestellt?
Tau-Kreuz
Das Tau-Kreuz hat die Form des griechischen Buchstabens T. Schon im Buch Ezechiel (9,4) ist das Tau ein Schutzzeichen auf der Stirn. Bekannt wurde es vor allem durch Franz von Assisi, der damit unterschrieb. Heute ist es ein Zeichen der franziskanischen Bewegung, für Bescheidenheit und Frieden.
Christusmonogramm (Chi-Rho)
Die beiden ineinander gestellten griechischen Buchstaben X (Chi) und P (Rho) sind die Anfangsbuchstaben von „Christos“. Der Überlieferung nach ließ Kaiser Konstantin das Zeichen vor der Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312 auf die Schilde seiner Soldaten malen. Man findet es auf Osterkerzen, Altären und Messgewändern.
IHS
Die drei Buchstaben stammen von den ersten Buchstaben des Namens Jesus in griechischer Schrift. Später wurden sie lateinisch gedeutet, etwa als „Iesus Hominum Salvator“ – Jesus, Retter der Menschen. Das Zeichen ist häufig auf Hostien und Kommunionkerzen zu sehen.
Fisch (Ichthys)
Das griechische Wort für Fisch, ΙΧΘΥΣ (Ichthys), wurde als Abkürzung gelesen: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter. Damit war der Fisch ein kurzes Glaubensbekenntnis der frühen Christen. Er erinnert außerdem an die Jünger, die Fischer waren, und an die Speisung der Vielen. Heute ist er ein fröhliches, leicht verständliches Motiv – besonders beliebt auf Taufkerzen.
Lamm
Johannes der Täufer nennt Jesus das „Lamm Gottes“ (Johannes 1,29). Das Lamm steht für Christus, der sein Leben hingibt. Mit Siegesfahne – als Osterlamm – wird es zum Zeichen der Auferstehung.
Alpha und Omega
A und Ω sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. In der Offenbarung (22,13) heißt es sinngemäß, Christus sei der Anfang und das Ende. Darum stehen die beiden Buchstaben auf vielen Osterkerzen, oft zusammen mit der Jahreszahl.
Guter Hirte
„Ich bin der gute Hirt“ (Johannes 10,11) – der Hirte mit dem Schaf auf den Schultern gehört zu den ältesten Christusdarstellungen. Er steht für Fürsorge und dafür, dass niemand verloren geht. Psalm 23 greift dasselbe Bild auf.
Zeichen für Taufe, Eucharistie und Heiligen Geist
Taube
Bei der Taufe Jesu kommt der Heilige Geist „wie eine Taube“ auf ihn herab (Markus 1,10). Mit einem Ölzweig im Schnabel erinnert die Taube an die Geschichte von Noah und ist ein Zeichen für Frieden. Sie passt zu Taufe, Firmung und Hochzeit.
Wasser
Wasser reinigt und schenkt Leben. In der Taufe ist es das zentrale Zeichen für den Neubeginn mit Gott. Wellen oder Tropfen finden sich deshalb häufig auf Taufkerzen.
Kerze und Licht
Jesus sagt von sich: „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8,12). In der Osternacht wird die Osterkerze entzündet, an ihr wird die Taufkerze angezündet. Eine Kerze steht für Christus, für Hoffnung und für das Gebet – und bei einem Abschied für das Licht, das bleibt.
Kelch und Brot
Kelch und Hostie erinnern an das letzte Abendmahl und die Eucharistie. Sie sind das typische Motiv zur Erstkommunion. Mehr dazu finden Sie unter Kommunion.
Ähren und Trauben
Aus Getreide wird Brot, aus Trauben wird Wein. Beide stehen für die Gaben der Eucharistie und für Dankbarkeit. Man findet sie auf Kommunionkerzen und zum Erntedankfest.
Weinstock
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ (Johannes 15,5). Der Weinstock steht für die Verbindung mit Christus und für Gemeinschaft – ein schönes Bild für Hochzeit und Familie.
Zeichen der Hoffnung
Anker
Im Hebräerbrief (6,19) wird die Hoffnung als „Anker der Seele“ beschrieben. Schon die frühen Christen ritzten ihn in Grabsteine. Der Anker steht für Halt in stürmischen Zeiten und ist ein tröstliches Motiv für Trauer und Gedenken.
Regenbogen
Nach der Sintflut setzt Gott den Regenbogen als Zeichen seines Bundes in die Wolken (Genesis 9,13). Er steht für Treue, Versöhnung und Neubeginn – fröhlich und farbig, gerade für Kinder.
Schiff
Das Schiff erinnert an die Arche Noah und an Jesus, der den Sturm stillt. Es ist ein altes Bild für die Kirche – daher auch das Wort „Kirchenschiff“.
Palmzweig
Mit Palmzweigen wurde Jesus in Jerusalem empfangen, daran erinnert der Palmsonntag. In der Offenbarung tragen die Geretteten Palmzweige in den Händen – darum gilt der Palmzweig auch als Zeichen des Sieges über den Tod.
Maria, Engel und Heilige
Rose und Lilie
Beide Blumen sind Zeichen Marias. Die Lilie steht für Reinheit, die Rose für Liebe. Auch der Rosenkranz verdankt der Rose seinen Namen.
Herz
Das Herz steht für Liebe. Mit Flammen oder Dornenkranz verweist es auf die Herz-Jesu-Verehrung, mit Schwert auf das Mitleiden Marias.
Engel
Engel sind in der Bibel Boten Gottes. Der Glaube an den persönlichen Schutzengel macht sie zu einem beliebten Geschenk für Kinder, Reisende und Menschen in schweren Zeiten. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über Schutzengel.
Christophorus
Der heilige Christophorus trägt der Legende nach das Christuskind über einen Fluss. Er gilt als Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer. Mehr zu ihm finden Sie unter Christophorus.
Welches Symbol zu welchem Anlass?
- Taufe: Fisch, Taube, Wasser, Regenbogen, Kreuz – zu finden auf unseren Taufkerzen und Kinderkreuzen.
- Erstkommunion: Kelch und Hostie, Ähren und Trauben, IHS, Fisch – mehr unter Kommunion.
- Firmung: Taube und Flammen als Zeichen des Heiligen Geistes.
- Hochzeit: Ringe, Weinstock, Taube, Herz und Kreuz – zum Beispiel auf Hochzeitskerzen.
- Ostern: Lamm, Alpha und Omega, Christusmonogramm – auf Osterkerzen.
- Trauer und Gedenken: Kreuz, Anker, Palmzweig, Licht – auf Trauerkerzen und Grablichtern.
- Reise und Alltag: Christophorus und Schutzengel als kleine Begleiter.
Mehr Hintergründe zu Glaube, Brauchtum und unseren Produkten finden Sie in unserer Rubrik Gut zu wissen.